Stability

Stabilität

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Stabilitätsprüfung in der Arzneimittelentwicklung

Der Zweck der Stabilitätsprüfung in der Arzneimittelentwicklung besteht darin, den Nachweis zu erbringen, inwiefern sich die Qualität einer aktiven Substanz oder eines pharmazeutischen Produkts mit der Zeit durch den Einfluss einer Vielzahl an Umweltfaktoren ändert. Dazu zählen unter anderem die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und das Licht.

Bei den zuerst durchgeführten Prüfungen handelt es sich üblicherweise um beschleunigte Degradationsprüfungen. Diese dienen dem Aufbau von Verständnis der primären Abbauprodukte des Moleküls und der Unterstützung der Entwicklung analytischer Methoden. Der nächste Schritt besteht in einer beschleunigten Stabilitätsprüfung für Prüfungen der Kompatibilität mit Trägerstoffen während der Formulierungsentwicklung und der Förderung der Bestimmung der Haltbarkeit/Lagerbedingungen bei frühen toxikologischen und klinischen Studien. Sowohl für die aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoffe (API) als auch für das Arzneimittelprodukt werden langfristige Stabilitätsprüfungen durchgeführt, üblicherweise in Übereinstimmung mit vielen der Bestimmungen der ICH-Stabilitätsrichtlinie, die eine Lagerung unter langfristig stabilen Bedingungen vorsieht.

Die beschleunigte Degradation wird routinemäßig in der Arzneimittelentwicklung durchgeführt, um die Stabilität von Arzneimittelprodukten zu ermitteln, die Einfluss auf die Reinheit, Wirksamkeit und Sicherheit hat. Bei Belastungstests (der beschleunigten Degradation) werden Arzneimittelprodukte zu folgenden Zielen Hitze, Licht oder chemischen Substanzen ausgesetzt:

  • Verständnis der Degradationspfade
  • Bestimmung der Stabilität und Haltbarkeit
  • Entwicklung stabiler Formulierungen
  • Bewertung der Wirkstärke von Antioxidantien

Die Elektronenspinresonanz- (ESR)-Spektroskopie identifiziert und überwacht effektiv kurzlebige freie Radikale, die bei chemischen, thermischen oder photochemischen Reaktionen während Belastungstests entstehen. Die ESR bestimmt die Effektivität des Abfangens freier Radikale und die Effizienz von Antioxidantien.

In der Biopharma können Lösungen der Massenspektrometrie die biotherapeutische Entscheidungsfindung fördern und die Entwicklungszeit beschleunigen. Die Stabilitätsprüfung für die posttranslationale Modifikation (PTM) über intakte Analysen in der biopharmazeutischen Arzneimittelentwicklung ermöglicht ein schnelles Screening der biotherapeutischen Abbauprodukte während der Lagerung und reduziert gegenüber Peptidkarten und Isotopenmustern das Risiko des Eintritts von Substanzen für eine sehr präzise Quantifizierung.