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Fälschungen

Gefälschte Arzneimittel sind ein erhebliches und wachsendes Problem, sowohl in den Industrieländern als auch in den Entwicklungsländern.

Die rechtliche Definition von gefälschten Arzneimitteln ist von Land zu Land unterschiedlich, aber eine nützliche Definition dafür ist die der Weltgesundheitsorganisation, die „ein gefälschtes Arzneimittel als ein Produkt definiert, das in Bezug auf Identität und/oder Herkunft absichtlich und betrügerisch falsch gekennzeichnet ist".

Gefälschte Arzenmittel stellen eine zweifache Gefahr für die Öffentlichkeit dar. Einerseits führen Fälschungen, die nicht den richtigen Wirkstoff in der richtigen Menge enthalten, dazu, dass der Zustand des Patienten unbehandelt bleibt. Andererseits könnten Fälschungen giftige Stoffe enthalten. In beiden Fällen wird das Vertrauen in das öffentliche Gesundheitswesen unterwandert.

Die Feststellung, ob ein verdächtiges Produkt echt oder gefälscht ist, erfolgt oft durch nasschemische Verfahren. Die genaue und zuverlässige Durchführung dieser Techniken erfordert Fachpersonal und geeignete Laboreinrichtungen. Weiters können diese Methoden oft nicht so schnell durchgeführt werden, wie gewünscht.

Die Überprüfung der Identität eines pharmazeutischen Produkts kann mit Brukers FT-NIR-Technologie durchgeführt werden. Die Schnelligkeit und Präzision dieser Analysemethode kann die Gesundheitsbehörden in ihrem Kampf unterstützen, die Öffentlichkeit vor dem zunehmenden Handel mit gefälschten Arzneimitteln zu schützen.

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MATRIX-F-Spektrometer in einem mobilen Labor zur Analyse von Fälschungen in China.

Bruker hilft der chinesischen SFDA bei der Prüfung gefälschter Arzneimittel

In Asien enthalten mehr als 50 Prozent der gefälschten Malariamedikamente keine Wirkstoffe und selbst vertrauenswürdige und verifizierte Apotheken verkaufen diese gefälschten Medikamente unwissentlich. Viele Kunden und Behörden prüfen, ob eine globale Testung von Arzneimitteln möglich ist. Die FT-NIR-Spektroskopie ist die vielversprechendste Technologie und in der pharmazeutischen Qualitätsprüfung bereits etabliert. Der große Vorteil ist, dass FT-NIR-Spektrometer wie Brukers MATRIX-F-System mit ins Feld genommen werden können. Durch den Einsatz mobiler Einheiten können Netzwerke für einen bundesweiten Kampf gegen Arzneimittelfälschungen aufgebaut werden.

Im Jahr 2001 initiierte die chinesische „Staatliche Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde" (SFDA) ein Forschungsprojekt zur Evaluierung der NIR-Technologie für diese Aufgabe. In der Zwischenzeit wurden mehr als 450 FT-NIR-Systeme in Kleintransportern gebaut, die Arneimittel in ganz China untersuchen. So kann sichergestellt werden, dass lokale Krankenhäuser und Apotheken keine Fälschungen in ihrem Angebot haben. Mit Hilfe moderner Analysetechniken können zumindest die legalen Vertriebswege wesentlich sicherer gemacht werden - zum Wohle und zur Sicherheit der Menschen.