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Absolute Struktur

Das Wissen über die absolute Struktur, die Kenntnis darüber welches von zwei möglichen Enantiomeren vorliegt, ist von großer Wichtigkeit, gerade wenn es beispielsweise um Wirkstoffentwicklungen geht. Oft ist es aber experimentell sehr aufwendig oder gar nicht möglich, Einkristalle von Verbindungen für die Röntgen-Strukturanalyse, der einzigen direkten Methode zur Bestimmung der absoluten Struktur, zu erhalten. Hier eröffnet die VCD-Spektroskopie eine Möglichkeit die absolute Struktur von Enantiomeren zu bestimmen. Enantiomere haben zwar gleiche physikalische Parameter und damit auch exakt gleiche Absorptionsspektren, aber Ihre VCD-Spektren weisen ein unterschiedliches Vorzeichen auf, siehe Reinheit von Enantiomeren.

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Neben anderen spektroskopischen Größen, können moderne ab initio-Berechnungsprogramme, die VCD-Spektren von Enantiomeren berechnen. Durch den Vergleich von gemessenen und berechneten VCD-Spektren lassen sich eindeutige Aussagen über die absolute Struktur des vorliegenden Enantiomers vornehmen. Die Kombination von VCD-Messungen und ab initio-Berechnungen der VCD-Spektren erlaubt die Bestimmung der absoluten Struktur von Enantiomeren.

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